DIE ELEMENTE

 

MINERALSTOFFE

Bor: Der Mensch nimmt täglich 10 bis 20 mg Bor über die Nahrung, hauptsächlich Obst und Gemüse, auf. Übermäßige Einnahme kann Erbrechen, Durchfall, Kopf- und Leibschmerzen, Muskelzittern und Krämpfe, Verwirrungszustände und Schleimhautblutungen verursachen.

 

 

 

Calcium: Calcium ist u. a. notwendig für die Bildung von Knochen und Zähnen. Es ist wichtig für Nerven- und Muskelfunktionen, bestimmte Stoffwechselreaktionen sowie für die Fähigkeit zur Blutgerinnung.

Calciummangel kann sich äußern in schmerzhaften Muskelkrämpfen (Tetanie, Spasmophilie bei Kindern), Übererregbarkeit, einem Abbau des Knochengewebes (Rachitis, Osteoporose) oder chronischen Veränderungen an Haut, Haaren, Nägeln und Zähnen.

Überhöhte Calciumgaben haben beim gesunden Menschen keine negativen Auswirkungen.

Einen hohen Gehalt an Calcium weisen Milchprodukte, Parmesankäse, Krabben und Grünkohl auf.

 

 

 

 

Chrom: Chrom ist durch seine Wirkung auf Insulin wesentlich an der Zucker- und Kohlenhydratverwertung des Körpers beteiligt. Es stabilisiert den Blutzuckerspiegel, sorgt für eine optimale Versorgung des Körpers mit Aminosäuren und nimmt kontrollierenden Einfluß auf den Appetit.

Unzureichende Versorgung des Körpers mit Chrom kann zu einem erhöhten Cholesterinspiegel im Blut, zu Arteriosklerose und Wachstumsstörungen führen.

Überversorgung mit Chrom zeigt sich in allergischen Hautreaktionen und einer Neigung zu Ekzemen bis hin zu Geschwüren.

Besonders reich an Chrom sind verschiedene holländische Käsesorten, Fleisch (z. B. Rindfleisch, Weizenvollkornbrot, Kartoffeln, Nüsse und Blütenhonig.

 

 

 

 

Cobalt: Cobalt ist ein zentraler Baustein des Vitamins B12 und als solcher an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Es ist ferner als ein lebenswichtiges Spurenelement für bestimmte Enzymreaktionen am Eiweißaufbau beteiligt.

Cobaltmangel kann durch einen resultierenden Vitamin-B12-Verlust Blutarmut (Anämie) zur Folge haben.

Überdosierung kann zu Herzmuskelschäden führen.

Cobalt findet sich in höheren Mengen in Fleisch,

Fisch, Getreide, Birne und Erdnüssen.

 

 

 

 

Eisen: Eisen ist Teil des roten Blutfarbstoffes. Die wichtigste Funktion des Eisens ist der Sauerstofftransport im Blut und den Muskeln. Ferner ist Eisen für die Bildung verschiedener Stoffe nötig, die an lebensnotwendigen Körperfunktionen beteiligt sind. Vitamin C begünstigt die Eisenaufnahme.

Wird der Körper nicht ausreichend mit Eisen versorgt, kann dies zu Mattigkeit, Appetitlosigkeit und allgemeiner Müdigkeit führen. Eisenmangel verursacht Anämie (Blutarmut) mit reduziertem Blutfarbstoff und verkleinerten roten Blutkörperchen. Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie Frauen während der Menstruationszeit sind besonders anfällig für erniedrigte Eisenwerte.

Unter bestimmten Voraussetzungen (Eisenspeicherkrankheit, hoher Alkoholkonsum, Einnahme krampflösender Präparate) kann Überdosierung zu Braunfärbung der Haut und Funktionsstörungen innerer Organe führen.

Eisen kommt insbesondere vor in Krustentieren, Geflügelfleisch und Getreideprodukten

 

 

 

 

Kalium: Kalium ist notwendig für die Regulierung der Druckverhältnisse in den Körperzellen sowie für die Nerven- und Muskelarbeit. Es fungiert ferner als Aktivator bei Reaktionen des Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsels.

Kaliummangel tritt bei schweren Durchfällen oder Erbrechen auf und verursacht Blutdruckabfall, Herz-Muskel-Schäden, Muskelerschlaffung, Appetitlosigkeit, Auftreiben des Bauches und Pulsunregelmäßigkeiten.

Andauernde Kaliumüberdosierung kann zu Störungen der Muskelfunktionen, Kreislaufkollaps, Unregelmäßigkeiten des Herzschlags bis hin zu Herzstillstand führen.

Reichhaltige Kaliumquellen sind Fisch und Fleisch, Hülsenfrüchte, Sojamehl und Gemüse

 

 

 

Kupfer: Kupfer ist an der Bildung der roten Blutkörperchen und der Eisenverwertung beteiligt. Es nimmt so Einfluß auf die Sauerstoffversorgung. Als Bestandteil verschiedener Enzyme und der meisten Antikörper ist Kupfer bedeutend für den Energiestoffwechsel und die Aufrechterhaltung des körpereigenen Immunsystems.

Mangelhafte Versorgung mit Kupfer kann Blutarmut, eine Störung der Eisenverwertung sowie eine Schwächung der Körperabwehr zur nach sich ziehen.

Hohe Kupfergaben haben eine giftige Wirkung.

Kupfer kommt u. a. vor in Getreide , Kernen und Nüssen, getrockneter Hefe und Pilzen.

 

 

 

Magnesium: Magnesium ist als Bestandteil zahlreicher Enzyme wichtig für den gesamten Stoffwechsel. Es hat eine ausgesprochen große Bedeutung für die gesunde Funktion von Muskeln, Nerven, Knochen, Zähnen und Bindegewebe. Es ist ferner an der Regulierung der Blutgerinnung beteiligt.

Magnesiummangel kann zu Schwindel, Bewußtseinstrübung (Delirium), Unruhe und Zittern,  Herz-Kreislauf-Beschwerden, Gewichtsabnahme, Muskelkrämpfen und Koordinationsverlusten führen.

Überhöhte Dosierung ist beim gesunden Menschen unschädlich. Wer unter Nierenfunktionsstörungen leidet, sollte auf hohe Dosen verzichten.

Besonders magnesiumhaltig sind Krustentiere (z. B. Klaffmuscheln 63 mg/100 g), Getreideprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte.

 

 

 

Mangan: Mangan aktiviert Enzyme und ist selbst Bestandteil zahlreicher Enzyme. Es ist wichtig für die Knorpelbildung und ist an der Regulierung des Fett- und Kohlehydratstoffwechsels beteiligt.

Es ist bedeutend für die Entgiftung des Körpers und die körpereigene Abwehr.

Manganmangel tritt beim Menschen nur selten, und das bei künstlicher Ernährung, auf. Hohe Mangangaben scheinen keine negativen Auswirkungen zu haben.

Einen hohen Mangangehalt verzeichnen Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze und Gemüse.

 

 

 

Molybdän: Viele Enzyme beinhalten Molybdän oder werden durch es aktiviert. Molybdän ist wichtig für die Stoffwechselregulierung und den Schutz der Zähne vor Karies.

Bei Mangelversorgung mit Molybdän besteht eine erhöhte Kariesanfälligkeit.

Überversorgung tritt äußerst selten auf. Eine Folge kann Gicht sein.

Molybdän findet sich in Hühnerei, Getreide, Sojamehl, Erbsen und Schnittbohnen

 

 

 

Natrium: Natrium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers, genauer den Wasserdruck. Es hat eine Bedeutung bei der Aufnahme von Zucker und Eiweißen und ist wichtig für Muskel- und Nervenfunktionen. Es regt wichtige Stoffwechselprozesse an.

Mangelversorgung tritt überwiegend auf  bei starkem Schwitzen, Erbrechen, andauerndem Durchfall und der Einnahme harntreibender Medikamente. Natriummangel kann Abgeschlagenheit, Schwäche bis hin zu Bewußtseinsstörungen, Blutdruckabfall und Muskelkrämpfe zur Folge haben. Überversorgung andererseits führt zu Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Wasserstaus (Ödeme), Herz- und Nierenschäden.

Natrium kommt vor allem vor in Fleischwaren, Bratensoße, Sojasoße und grünen Oliven

 

 

 

Nickel: Nickel verstärkt Hormonwirkungen (z. B. Insulin, Vasopressin). Es aktiviert Enzyme und wirkt regulierend auf die Blutgerinnung. Nickel vermindert das Streßhormon Adrenalin. Unterversorgung mit Nickel kann zu einer Störung der Eisenaufnahme führen.

Manche Personen reagieren auf Nickel, z. B. nickelhaltigen Schmuck, allergisch. In Kombination mit Kohlenstoffdioxid ist es krebserregend (Raucher, Nickelindustrie).

Reiche Nickelquellen sind verschiedene holländische Käsesorten , Getreide z. B. Hafer, Gemüse z. B. Bohnen, Erbsen, Pekannüsse und Schwarzer Tee

 

 

 

Phosphor: Phosphor ist bedeutend für die Knochenbildung und den Energiestoffwechsel (Energiegewinnung und Energieumwandlung). Als Baustein von Lecithin ist es wichtig für Gehirn- und Nerventätigkeit. Es übertragt Erbinformationen und beschleunigt die Blutgerinnung.

Phosphormangel kann nach Medikamenteneinnahme auftreten und zu Muskelschwäche, Knochenerweichung bis hin zu Rachitis führen.

Lang anhaltende hohe Phosphorgaben andererseits können eine Verkalkung der Nieren nach sich ziehen.

Phosphor befindet sich in höheren Mengen in Magermilchpulver, Kochkäse  und Weizenkleie

 

 

 

Selen: Selen ist ein Bestandteil verschiedener Enzyme. Es setzt die Wirkung giftiger Schwermetalle herab, schützt Fettsäuren vor Zerstörung und beseitigt schädliche Peroxide. Möglicherweise hat es eine Schutzwirkung vor Krebs.

Mangelerscheinungen sind nicht bekannt. Überversorgung kann schädlich sein (Zahnkaries, Haarausfall).

Einen hohen Gehalt an Selen verzeichnen Fleisch z. B. Schweineleber, Rindfleisch, Fisch z. B. Scholle, Aal, Rotbarsch, Schalentiere z. B. Hummer und Sojabohnen

 

 

 

Silicium: Silicium ist bedeutend für die Elastizität und Festigkeit der Blutgefäße. Es beeinflußt das Wachstum von Haaren, Finger- und Fußnägeln sowie die Körperabwehr.

Siliciummangel kann zu Bindegewebsschwäche, Zahnfleischschwund, Karies und Haarausfall führen.

Beim Menschen sind keine schädlichen Wirkungen von Überversorgung bekannt.

Siliciumhaltige Lebensmittel sind besonders Getreide (z. B. Hafer, Gerste Gemüse Petersilie und Bananen

 

 

 

Vanadium. Vanadium ist Bestandteil vieler Enzyme und am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Es hemmt die Cholesterinbildung.

Mangelerscheinungen sind nicht bekannt. Überversorgung, die z. B. in der Metallindustrie vorkommt, kann Asthma, Lungenentzündung oder Hautekzeme zur Folge haben.

Vanadium kommt in verschiedenen Pflanzenölen vor Sonnenblumenöl, Olivenöl, Erdnussöl

 

 

 

Zink: Zink stimuliert das Immunsystem (Stabilisator der Zellmembranen) und den Stoffwechsel von Eiweiß und Kohlenhydraten. Es ist am Muskelwachstum beteiligt. Zink steuert die Insulinproduktion und hat teil an der Synthese von Keratin, das für Haut, Haare und Nägel von Bedeutung ist. Zink begünstigt die Wundheilung. 

Zinkmangel kann sich äußern in einer erhöhten Infektionsanfälligkeit, Stoffwechsel- und Wachstumsstörungen, Haarausfall, Hautirritationen, verzögerter Wundheilung, Störungen des Geschmacks- und Geruchsempfindens. Überversorgung kann zu Magen-Darm-Störungen und Blutarmut führen.

Einen hohen Gehalt an Zink weist Käse auf (z. B. Bergkäse 45 % Fett i. Tr. 6000 µg/100 g), ferner Krustentiere (z. B. Flusskrebs 2400 µg/100 g) und Fisch (z. B. Schwertfisch 1700 µg/100 g) sowie Fleisch (z. B. Rinderfilet 4112 µg/100 g), Getreide (z. B. Roggenkeimflocken 20800 µg/100 g) und Trockenhefe (20000 µg/100 g)

 

 

 

 

 

 

 

 

TOXISCHE

Aluminium: Aluminiumsalze werden in gefäßverengenden Medikamenten (Erkältungspräparate) verarbeitet.

Einatmen von Aluminiumstaub kann Erkrankungen der tieferen Luftwege verursachen.

 

 

 

 

Arsen: Arsenverbindungen finden Verwendung in Rattengift, Arsenfarbstoffen, Arseninsektenmitteln und Metallen.

Arsen ist krebserregend. Insbesondere führt eine chronische Arsenvergiftung zu Entzündungen im Gesichtsbereich bis hin zu Hautkrebs. Akute Vergiftungen führen zu Entzündungen von Haut und Schleimhäuten, Magen-Darm-Koliken, Erbrechen, Durchfällen, Leberschäden bis hin zum Tod durch Schock oder Nierenversagen.

 

 

 

Blei: Blei kommt in alten Wasserleitungen, Farben und, nur noch selten, als „Antiklopfmittel“ in KFZ-Treibstoffen vor. Es findet in der Metall- und Keramikindustrie Verwendung.

Akute Bleivergiftungen sind selten, die kontinuierliche Aufnahme kleiner Mengen allerdings ist gefährlich. Die Einlagerung von Blei in Knochen, Zähnen, inneren Organen, Nervensystem und Gehirn kann Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Abmagerung zur Folge haben. Chronische Vergiftungen können zu Organschäden (vor allem Nieren, Hoden, Magen-Darm-Trakt), Unfruchtbarkeit, Unruhe, Schlaflosigkeit sowie Depressionen und Halluzinationen führen.

 

 

 

Cadmium: Cadmiumbelastung ist durch Industrieverschmutzung und Abgase weit verbreitet. Oft tritt eine sehr hohe Konzentration im Klärschlamm auf. Es besteht die Gefahr einer Anreicherung in Tierorganen und Pflanzen (insbesondere Pilze). Die Industrie verwendet Cadmium hauptsächlich für die PVC-Herstellung, als Korrosionsschutz bei Karosserieblechen und als Elektrodenmaterial von Batterien. Cadmium wird sehr rasch vom Körper aufgenommen, aber nur sehr langsam wieder abgegeben.

Bei chronischer Cadmiumvergiftung können Auszehrung, Kräfteverfall, Verlust des Geruchsvermögens, Schleimhautentzündungen („Cadmiumschnupfen“), Nierenschädigungen, Knochen- und rheumatische Schmerzen auftreten. Cadmium ist krebserregend.

 

 

 

 

Quecksilber: Quecksilber ist ein wichtiger Bestandteil in Zahn-Amalgamfüllungen, ferner in Beiz-, Farb- und Zündstoffzusätzen sowie Desinfektionsmitteln. Es ist in seinen Verbindungen sowie als Metall giftig.

Quecksilberbelastung kann sich äußern in Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Blasenentzündung, Zahnfleischentzündungen bis hin zu Zahnausfall. In schweren Fällen treten Angst, Stimmungslabilität, Erregung, Tremor, Sprachstörungen bis hin zum Persönlichkeitsabbau auf.